Das Missionswerk der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens und der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland

Spende

Aktion Dreikönigstag

Seit 1991 wird im Rahmen der „Aktion Dreikönigstag“ regelmäßig für Projekte in Indien gesammelt und damit die ökumenische Dimension unseres Glaubens in den Blick genommen. Zu Epiphanias werden wir durch die Geschichte von den Weisen aus dem Morgenland daran erinnert, dass das Christentum seine frohe Botschaft von Anfang an über Ländergrenzen hinweg verkündigt und praktiziert hat.

Aufgrund der Corona-Pandemie mussten in Indien auch die kirchlichen Kinderheime geschlossen werden. Viele Familien wurden deshalb zu Hause unterstützt, weil die Kinder meist aus ärmeren Verhältnissen kommen. Es fehlte vor allem an Hygieneartikeln und Nahrungsmitteln.
Nun sind wir hoffnungsvoll, dass die Kinderheime unserer Partnerkirche, der Tamilischen Evangelisch-Lutherischen Kirche (TELC), ihren gewohnten Betrieb wieder aufnehmen können und in ihren normalen Rhythmus zurückfinden.
Genau wie in Deutschland haben die Kinder sehr unter den notwendigen Regeln gelitten. Sie konnten sich nicht wie gewohnt in ihren Gruppen und Schulklassen treffen und freuen sich nun darauf, wieder zusammenzuleben, zu spielen und zu lachen, im Garten mitzuhelfen, das Essen vorzubereiten und gemeinsame Mahlzeiten einzunehmen, wenn auch nach wie vor mit verstärkten Hygiene- und Abstandsregeln.
Schon über viele Jahrzehnte unterstützt das LMW die Arbeit mit Kindern in Indien, wodurch besonders sozial schwachen Familien die Chance gegeben wird, ihren Kindern eine gute Schulbildung zu ermöglichen. Außerdem kann Waisen und Halbwaisen so ein Zuhause und ein Familienersatz geboten werden. Die Heime sind Teil der diakonischen und sozialpädagogischen Arbeit unserer Partnerkirche.
Mit Ihrer Spende ermöglichen Sie, dass in diesen schwierigen Zeiten der Pandemie und ihren langwierigen Auswirkungen die Unterstützung der Heimkinder gewährleistet werden kann und die Kinder in ihren Heimalltag zurückkehren können. Vielen Dank für Ihre Mithilfe!

Bei Spenden verwenden Sie bitte unser Spendenkonto bei der LKG Sachsen, Bank für Kirche und Diakonie eG mit der BIC: GENODED1DKD und IBAN: DE37 3506 0190 1608 7000 10. Bitte geben Sie außerdem folgende Aktionsnummer an: 311 000 63. Herzlichen Dank!

Die Kollekten, die am 6. Januar bei Gottesdiensten und Andachten in der sächsischen Landeskirche gesammelt werden, kommen über den Landeskollektenplan dem Leipziger Missionswerk zugute.

PS.: Unsere katholischen Geschwister sind am Epiphaniastag als „Sternsinger“ unterwegs. Dieser Name ist durch das Kindermissionswerk geschützt. Bitte beachten Sie – insbesondere bei Veröffentlichungen, dass unsere Spendensammlung „Aktion Dreikönigstag“ heißt.

 

Kontakt

Hans-Georg Tannhäuser

Asien/Pazifik-Referent / Stellvertretender Direktor

Hans-Georg Tannhäuser wurde am 21. Juni 1958 als erster Sohn seiner Eltern in Klingenthal/Vogtland geboren. Die Mitarbeit in der Jungschar und die gelegentliche Begleitung des Gemeindegesangs als Hilfskirchenmusiker waren für ihn die ersten Dienste in der Gemeinde.

Schon damals reifte bei ihm der Wunsch, in eine kirchliche Ausbildung zu gehen. Für die Erweiterte Oberschule in der damaligen DDR wurde er abgelehnt und entschied sich so für den Besuch des kirchlichen Proseminars in Moritzburg, da dort die Zugehörigkeit zur parteinahen FDJ und die Teilnahme an der staatlich geforderten Jugendweihe keine Vorbedingungen waren.

In dieser Zeit, von 1975 bis 1977, wurden dann auch die Weichen für ein Theologiestudium gestellt, welches er 1977 begann.

Anfang der 1980er Jahre lernte er seine spätere Ehefrau Evelyn kennen. Der Ehe wurden zwei Söhne geschenkt: Timotheus und Samuel.

Sein Studium schloss Hans-Georg Tannhäuser mit einer praktisch-theologischen Arbeit zum Thema „Pfarrer zwischen Situation und Auftrag“ sowie einem einjährigen Aufbaustudium zu Fragen der „Kommunikation innerhalb des gottesdienstlichen Geschehens“ ab. Nach dem Vikariat trat er schließlich 1987 seine erste Pfarrstelle in Döbeln/Sachsen an.

Neben der Gemeindearbeit wurde ihm Anfang der 1990er Jahre auch das Amt des Ephoralen Jugendpfarrers übertragen. Diese Arbeit mit den Jugendlichen fiel gerade in die Zeit der Friedlichen Revolution und der politischen Umbrüche nach 1989, die Tannhäuser auch in Döbeln mit geprägt hatte. Bis heute betrachtet er diese Geschehnisse als eine ganz besondere Herausforderung in einer zeitgeschichtlich herausgehobenen Situation und denkt dankbar an diese bewegenden Jahre zurück. Die unmittelbare Wirkung biblischer Texte in politisch brisanten Zeiten gehören für ihn bis heute zu den beeindruckensten Erfahrungen als Theologe und Pfarrer.

Im Jahre 1993 folgte der Ruf der Leipziger Mission und im darauf folgenden Jahr 1994 reiste Hans-Georg Tannhäuser in Begleitung seiner Familie, für einen vierjährigen Dienst in der ELC-PNG nach Papua-Neuguinea aus. Das  Einsatzgebiet als Ökumenischer Mitarbeiter lag im Südlichen Hochland.

Als Circuit Missionary (Kirchenkreis-Missionar) hatte er verschiedene Aufgaben, die sich vor allem aus Gemeindediensten, Weiterbildungen für Pfarrer und kirchliche Mitarbeiter, Seelsorge, Schuldienst sowie der Vorbereitung und Durchführung von Konferenzen und Bildungsveranstaltungen auf regionaler und überregionaler Ebene zusammensetzten.

Die Jahre in Neuguinea waren für ihn und seine Familie eine sehr prägende Zeit. Seine Frau Evelyn engagierte sich ehrenamtlich in der gemeindlichen Frauen- und Kinderarbeit vor Ort.

Als die Familie im Jahre 1998 wieder in Deutschland einreiste, bewarb sich Hans-Georg Tannhäuser auf die erste Pfarrstelle der Gemeinde Treuen im Kirchenkreis Auerbach, wo er 11 Jahre seinen Dienst als Pfarrer und Seelsorger versah.

In diese Zeit fällt auch das Engagement für die Dreieckspartnerschaft der Kirchenkreise Auerbach und Bremervörde in Deutschland sowie des Kirchkreises IGWA in Südafrika.

Seit November 2009 arbeitet Hans-Georg Tannhäuser als Länderreferent beim Leipziger Missionswerk. Zuerst war er speziell für Papua-Neuguinea zuständig, ab 2013 für das Asien/Pazifik-Referat. Zu seinen Arbeitsschwerpunkten gehören Partnerschaftsarbeit, Projekt-Monitoring, Missionsgeschichte und Bildungsaufgaben.

Hans-Georg Tannhäuser ist außerdem Mitglied des Vorstandes und stellvertretender Direktor des Werkes.

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