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  • Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Corona in Tansania

Fotos: Isaria Megiroo und Rev. Mathayo Mtui


 

In Tansania werden nach wie vor keine Testergebnisse bezüglich Corona-Infektionen veröffentlicht. Am 4. Juni legte die von der neuen Staatspräsidentin Samia Suluhu Hassan eingesetzte Expertenkommission zu Covid-19 der Regierung ihren zweiten Bericht vor, der Empfehlungen darüber enthält, wie Impfungen in Tansania konkret eingeführt werden können. Daraufhin kündigte die Präsidentin an, dass Tansania sich an der internationalen Impfkampagne beteiligen wird. Als ersten Schritt hat die Regierung den in Tansania vertretenen Botschaften und internationalen Organisationen die Einfuhr von Covid-19 Impfstoffen für ihre Mitarbeiter genehmigt. Außerdem wurde die Gesundheitsministerin beauftragt, eine Beschlussvorlage für das Kabinett zu erstellen. - Bereits am 3. Juni hatte Sansibars Präsident Hussein Mwinyi mitgeteilt, dass Sansibar bereit sei, Covid-19-Impfungen zuzulassen. Im Hintergrund dieser Aussage steht die Vorbereitung vieler Muslime aus Sansibar auf den Haddsch, die Pilgerfahrt nach Mekka, die in diesem Jahr Mitte Juli sein wird.[1]

Die konkrete Entwicklung in Tansania und die Einschätzung der zugänglichen Nachrichten sind auch im Zusammenhang mit der Situation auf dem gesamten afrikanischen Kontinent zu sehen. Demnach sind zu wenig Testkapazitäten, die Ausstattung der nationalen Gesundheitssysteme, und der Mangel an ausreichenden Mengen von Impfstoffen grundlegende Probleme in vielen afrikanischen Ländern. Erste Berichte über die Ausbreitung der indischen Virusvariante in Kenia, Uganda (dort wurden wieder alle Schulen geschlossen) und im Kongo bekräftigen die Befürchtung der WHO, dass viele afrikanische Länder am Beginn einer ‚dritten Welle‘ stehen.[2]

Aus unseren Partnerdiözesen ist bezüglich der Corona-Thematik wenig zu hören. Ende April schrieb der Bischof der Ulanga-Kilombero-Diözese, Renard Mtenji, dass sich die allgemeine Wirtschaftslage für die Menschen seiner ländlich geprägten Diözese im Süden Tansanias (die meisten sind Subsistenzbauern) weiter verschlechtert hat. Da ausländische Käufer für Landwirtschaftsprodukte (z.B. aus Kenia) wegen Corona kaum noch nach Tansania einreisen, sind auch die Einnahmen der Ulanga-Kilombero-Diözese (vor allem über die Sonntags-Kollekten) um mehr als die Hälfte zurückgegangen.

 


[1]https://www.bbc.com/news/topics/cjnwl8q4qdrt/tanzania

[2]https://taz.de/Coronapandemie-in-Afrika/!5773311/

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