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Corona in Tansania

Fotos: Isaria Megiroo und Rev. Mathayo Mtui


 

Mit der Bekanntgabe des Todes von Präsident John Magufuli am 17. März 2021 stellte sich – neben der Klärung der Machtübergabe – sogleich auch die Frage nach dem weiteren Umgang der Regierung mit der Corona-Pandemie.

Bei einem seiner letzten Auftritte in der Öffentlichkeit am 21. Februar hatte John Magufuli erstmals faktisch die Existenz von Corona in Tansania zugegeben und unterstützte nach fast zehn Monaten wieder das Tragen von Masken. Allerdings riet er zu „selbst hergestellten Masken“ oder Masken aus einheimischer Produktion: Man solle keine Masken aus dem Ausland verwenden, denn die würden – so hatte er auch schon zuvor behauptet - ebenso wie Impfungen das Virus überhaupt erst ins Land tragen. Magufulis Eingeständnis war gegenüber der früheren Position der tansanischen Regierung faktisch eine Kehrtwende. Geschuldet war sie sicherlich der unübersehbaren Zunahme von Todesfällen im Land insgesamt, insbesondere auch unter hochrangigen Politikern (wie dem des Vizepräsidenten von Sansibar, Seif Sharif Hamad, und dem Chefsekretär des Präsidenten, John Kijazi, beide am 17. Februar 2021). Auch der Druck aus der Zivilgesellschaft war unüberhörbar gewordenen: Neben der Katholischen und Evangelisch-Lutherischen Kirche gaben auch die tansanische Anwaltskammer (TLS – Tanzanian Law Society) und der tansansanische Ärztevereins (MAT – Medical Association Tanzania)) entsprechende Verlautbarungen ab.

Die am 19. März als neue Staatspräsidentin vereidigte bisherige Vizepräsidentin, Samia Suluhu Hassan, eine Politikerin muslimischer Religionszugehörigkeit aus dem halbautonomen Landesteil Sansibar, hält sich bislang – auch wegen der ausgerufenen dreiwöchigen Staatstrauer –mit Äußerungen zur Gesundheitslage im Land noch zurück. Gleichwohl gibt es die Erwartung der WHO und der internationalen Staatengemeinschaft, dass sich Tansania nun wieder konstruktiv an der Bekämpfung der Pandemie beteiligt durch Nutzung von Corona-Tests, Veröffentlichung und Weitermeldung von Krankheits- und Todesfällen an die WHO sowie die Vorbereitung einer Impfkampagne (wie sie in den Nachbarländern Tansanias bereits begonnen hat).

Sehr besorgniserregend ist, dass es bei den Trauerfeierlichkeiten für Präsident Magufuli vor seiner Beisetzung am 26. März an verschiedenen Orten im Land (Daressalam, Dodoma, Sansibar, Mwanza) zu riesigen Menschenansammlungen ohne besondere Schutzmaßnahmen gekommen ist.

Am 14. März wurde Tansania vom Robert-Koch-Institut als „Hochinzidenzgebiet“ (zuvor: „Risikogebiet“) eingestuft, was eine weitere Verschärfung der Regeln für Tansaniareisende bei der (Wieder-)Einreise nach Deutschland bedeutet.

 

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